Chronik der Todtnauer Hütte

 

1583 erste urkundliche Erwähnung von gleich mehreren kleineren Todtnauer Viehütten.
Der Platz der eigentlichen Hütte war damals im Kruisisgrund oberhalb des Rotenbacher Rankes (in der Nähe der heutigen Schwarzwaldkaserne Todtnau Fahl).
Sie war eine Viehsetze mit einer kleinen Hütte für den Herder.Wann die Hütte weiter auf den Feldberg (Gipfelnähe) hinauf verlegt wurde, ist leider nicht zu ermitteln.

So wurde die Hütte am  Seebuck, oberhalb der jetzigen Jugendherberge Hebelhof, auf einen bis heute erinnernden Hüttenplatz erbaut.

Dies sind die ältesten schriftlichen Aufzeichnungen über Viehhütten am Feldberg!

Vor 1774 stand die Todtnauer Hütte schon auf dem heutigen Platz. Sie gehörte der ~inneren Gemeind~ (Todtnau) und den Bauernbamen von Todtnauberg Dorf und Todtnauberg Rütte.
 

Am 16. Mai 1774 erteilte das Kloster St. Blasien den Hüttenbesitzern die Erlaubnis, die damals sogenannte ~Dottnauer Hütten~ zu erweitern.


                                                            

Als die Todtnauer Hütte 1902 abbrannte, wurde Sie größer wieder aufgebaut. Zu Beginn der dreißiger Jahre fiel auch das neben der Hütte stehende Herderhaus dem Feuer zum Opfer.
An seiner Stelle erbaute die Stadt Todtnau im Jahre 1934 ein geräumiges Gasthaus, das 1937 in den Besitz von Erich Kunz überging.

 

  

1958 wurde die Todtnauer Hütte von Erich Kunz durch ein Gästehaus erweitert, das direkt an den Altbau angebaut wurde.
Nach seinem Tode sah sich die Witwe gezwungen, das Berggasthaus zu verkaufen.
Der mit dem Verkauf befasste Makler brachte in Umlauf, dass sich die russische Botschaft in der BRD für das Kaufobjekt interessiere.

 

1974 wurde das gesamte Anwesen schließlich für 1.000.000 DM durch die Bundesrepublik Deutschland erworben und ging am 12.05.1975 an die Standortverwaltung Freiburg und somit in die Nutzung der Bundeswehr über.

  

18.03.1976 war die Übergabe an die Ausbildungskompanie 7/10 als Stützpunkt für die Winterkampf- und Jägerausbildung der 10.Panzerdivision.
Der Bauzustand, sowohl im Neubauteil als auch im Altbau, war so schlecht,
dass eine Belegung durch Soldaten erst nach umfangreichen Ausbau- und Renovierungsarbeiten
(u.a. wegen der Brandschutz- und Betriebsschutzauflagen) im August ´76 erfolgen konnte.

Die Todtnauer Hütte diente seitdem als Unterkunft und Begegnungsstätte für die Soldaten der Sportgruppe Heer und Sportfördergruppe Süd.

Zu den bekanntesten zählten die erfolgreichen Skispringer Sven Hannawald, Christof Duffner und Hans Joerg Jaekle.

 Durch eine Sondergenehmigung des BMVg war es möglich, das Soldaten und Wanderer die in Pacht gegebene Kantine gleichermaßen nutzen konnten.
 Am 01.04.1995 übernahm schließlich nach mehreren Pächterwechseln die Familie Gröbler die Kantine der Todtnauer Hütte.

Im Zuge der Standortrationalisierung wurde die Hütte 1999 von der Bundeswehr aufgegeben und
nach einem Käufer gesucht.

2001 wurde das Anwesen geteilt. Eine Hälfte, welche abgerissen und renaturalisiert wurde, übernahm der Naturschutz und der Neubau wurde vom bisherigen Pächter Horst Gröbler erworben.

Seitdem wird die Todtnauer Hütte von der Familie Gröbler stetig verschönert und ausgebaut und ist heute ein komfortabler Berggasthof mit Pensionsbetrieb.
 
2017 wurde die Hütte verpachtet und steht seit 2020 zum Verkauf.

Webcam
an der Todtnauer Hütte

 


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